Hofballett Cracovia Danza

Das Ensemble wurde von Romana Agnel gegrundet. Formelle (rechtliche) Bestatigung seines Bestehens war im November 1998 die Grundung der Stiftung fur Verbreitung und Werbung der Historischen Tanze und Hofkultur „Ardente Sole”. Seit diesem Zeitpunkt hieβes Hofballett „Ardente Sole”. Im September 2006 wurde es in eine Stadtkulturinstitution in Krakau umgestaltet und bekam den Namen „Cracovia Danza”.
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Das Hofballett „Ardente Sole”, bereitete die erste Premiere – Intermezzo „Larida e Vanesio” von J. A. Hasse (Choreografie R. Angel, musikalische Leitung B. Gizbert-Studnicka) schon nach einigen Monaten von seiner Grundung vor. Erwahnenswert ist, dass die Auffűhrung innerhalb von einigen Monaten einige Male im In- und Ausland aufgefuhrt wurde (in Paris, Gandaw, Antwerpen und wahrend des IX Festivals der Alten Musik in Warschau).
Von Anfang an wurde „Ardente Sole” zur Teilnahme an wichtigen Projekten, Ereignissen und Veranstaltungen, die mit der alten Kultur zusammenhangen, eingeladen. Wichtig sind dabei: Internationale Sommerakademie der Alten Musik in Wilanow, Internationales Mikolaj aus Radom-Festival der Alten Musik, Jan Sebastian Bach-Festival in St. Donat (Frankreich), Mittelalterliches Festival „Mittelalterliche Nachte” in St. Antoine (Frankreich) oder Mittelalterliches Festival in Annency (Frankreich).
Das Ballett „Cracovia Danza” vertritt Krakau und Polen einige Male wahrend bedeutender internationaler Veranstaltungen, unter anderem: bei der angesehenen Tanzbienalle in Lyon 2004, Messe „Krakau am Main” in Frankfurt am Main, Festival der Alten Musik in Prag, Johann Sebastian Bach-Festival in St. Donat (gemeinsam mit dem Ensemble Musica Poethica). „Cracovia Danza” prasentierte auch die Auffuhrung „Sobieski und Marysieńka” wahrend der Eroffnung des polnischen Jahres in Katalonien und wurde zu den Krakauer Tagen in Paris eingeladen.
Wenn man uber kunstlerische Aktivitaten des Ensembles schreibt, sollte man auch hinzufugen, dass „Cracovia Danza” neben sog. festem Repertoire auch viele Produktionen und Koproduktionen fur bedeutende Institutionen im In-und Ausland schuf.
Wichtig sind Spektakel, wie: „Don Quichotte” von G.Ph. Telemann mit dem Ensemble „Ricercar Consort” (Brussel, November 1999), ,,Kantate uber Kaffee“ von J.S. Bach (Leitung-J.C. Malgoire, Chor-R. Agnel-Frankreich, Italien 2000), „Daphnis et Chloe” von J.B. de Boismrtier, „Les Indes Galantes” von J.Ph. Rameau (Konzert-Spektakel mit K. Weiss, Premiere wahrend des Festivals Francois Couperina in Paris 2005), „Balet des Nations”-Tanze der Barock-Europa (Koproduktion mit dem Ballett „Ardente Sole”, „Collegium Marianum”-Tschechien, „Aura Musicale”-Ungarn, „Solamente Naturali”-Slowakei; das Projekt wurde vom Wysehrad-Fonds finanziert), Oper „Jephte” von M. Monteclair in der Warschauer Kammer-Oper, Oper „Les Fetes d’Hebe ou Les Talents lyriques” von J.Ph. Rameau (Regie-Georg Bluml, musikalische Leitung-Bernhard Epstein, Project United Continuo Service) im Rahmen des Barock-Festivals in Bayreuth (September 2008).
„Cracovia Danza” arbeitet auch mit angesehenen europaischen Ensembles der alten Musik: „The Spirit of Gambo” aus Hannover, „Il Tempo” aus Warschau, „Le Concert de l’Hostel Dieu” aus Lyon „La Grande Ecurie Et la Chambre De Roy” (Frankreich), „Ricercar Consort” aus Brussel, „Musica Poethica” aus Annency, „Ars Cantatus” aus Breslau, „Consortium Sedinum” aus Schtettin und „Collegium Marianum” aus Prag, „Intrada” aus Krakau und „Pandofis Consort” aus Wien.
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Das Hofballett „Cracovia Danza” bereicherte von Anfang an aktiv das kulturelle Leben von Krakau. Schon 2000 nahm es an der feierlichen Eroffnung des Festivals Krakau 2000 teil, in dessen Programm das erste Festival der Hoftanze „Cracovia Danza” eingeschlossen wurde.
Anlasslich des 25 Jubilaums der Grundung von „Solidarność” zeigte das Ballett das Spektakel „Alla Pollaca – Wege zur Freiheit” und im Rahmen des Feierns des 750-Jubilaums der Stadtrechte von Krakau – zusammen mit anderen Krakauern Ensembles – Modeschau „Krakau durch die Jahrhunderte” (Chor – Wioletta Maciejewska). Im Rahmen des Projektes „Karneval in Krakau” bereitete es drei Auffuhrungen: „Karneval im Wawel”, „Der altpolnische Karneval” und „Krakauer Ball” vor; wahrend des Begehens des 325. Jubilaums des Sieges in Wien – Auffuhrungen: „Sobieski und Marysieńka” und „Ballett uber Kaffee” (Musik-J. S. Bach).
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Wenn man dass Repertoire des Ensembles beschreibt, ist zu betonen, dass jede Auffuhrung mit Prazision und dem Ziel, so genau wie moglich den Geist der prasentierten Periode oder Gesellschaft zu zeigen, vorbereitet wird. Detailtreu angefertigte Kostume, zahlreiche Konsultationen mit Profis, prazise Szenografie und Requisiten bilden im Endeffekt Auffuhrungen, die sowohl vom Publikum, als auch von der Kritik positiv aufgenommen werden. Das Repertoire besteht aus Choreografien, die aus Vertragen, Kodexen und anderen historischen Quellen des Hofballetts vom Mittelalter bis zum Klassizismus reichen. Das Ensemble beschrankt sich nicht nur auf stricte Hofchoreografie, es schafft auch eigene Kompositionen, die vom Geist der Epoche inspiriert werden.
Man sollte auch die Kostume nicht vergessen, die meistens von Monika Polak-Luścińska, der bekannten Kostumologin, Kulturwissenschaftlerin, Kunstlerin und langjahrigen Dozentin an der Theater-Hochschule (Puppen-Abteilung) in Breslau gefertigt werden.
Die Kostume werden aufgrund der historischen Untersuchungen (vor allem Ikonografien) entworfen. Ein Teil der Arbeiten sind individuelle Projekte von M. Polak-Luścińska, die von enthaltenen Mustern inspiriert werden. Die Autorin kann auch uberraschen, womit sie die Anerkennung sowohl vom Publikum als auch Kritikern gewinnt, z. B. in den Auffuhrungen „Ballet des Nationes” , „Ballett uber Kaffee” oder in der Modeschau „Krakau durch die Jahrhunderte” .
Es ist auch wichtig zu betonen, dass die Entwicklung von „Ardente Sole” und dann „Cracovia Danza” ohne Unterstutzung der Stiftung „Ardente Sole” nicht moglich ware. Die Stiftung hilft, Mittel fur die Produktion zu gewinnen, das Festival und die Auftritte des Ensembles im In-und Ausland zu organisieren. Die Personen, die man hier erwahnen sollte: Dominika Kosek, Zbigniew Konopacki-Maciuk und Frederic Agnel. D. Kosek ist schon seit vielen Jahren fur die Koordination der Verwaltung sowohl von der Stiftung, als auch des Balletts „Cracovia Danza” zustandig. Z. Konopacki-Maciuk (im Moment Vorsitzender der Stiftung) und F. Agnel unterstutzen das Ballett organisatorisch und finanziell.
